SOP Sommerschule

Rückblick auf die Sommerschule:

Wir schaffen das! Wir bewegen uns!

Drei intensive Tage SOP Sommerschule liegen hinter uns, geprägt von neuen Impulsen, fachlichem Austausch, kritischer Reflexion und wertvollen Begegnungen.

Dabei wurde schnell deutlich: Sicherheitsorientierte Praxis ist weit mehr als ein Konzept oder eine Sammlung von Methoden. Sie ist eine Haltung. Eine Haltung, die dazu einlädt, neugierig zu bleiben, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und Sicherheit mit Kindern, Familien und ihren Netzwerken nachhaltig zu gestalten.

Im Mittelpunkt standen deshalb unsere professionelle Haltung, gelingende Arbeitsbeziehungen und die Frage, wie wir Kinder und Familien auch in herausfordernden Situationen wirksam begleiten können. Deutlich wurde dabei, dass tragfähige Lösungen vor allem durch Zusammenarbeit, Perspektivenvielfalt und gemeinsames Nachdenken entstehen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem professionellen Umgang mit unseren eigenen Emotionen. Kinderschutz berührt, und genau deshalb ist es wichtig, Gefühle wahrzunehmen, zu reflektieren und bewusst in professionelles Handeln zu übersetzen. Ebenso eröffnete die Auseinandersetzung mit dem Thema Scham neue Perspektiven. Sie machte deutlich, wie wichtig es ist, Verhalten klar anzusprechen, ohne Menschen zu beschämen, und dadurch Entwicklung und Veränderung zu ermöglichen.

Neben den fachlichen Inhalten bleibt auch die besondere Lernatmosphäre in Erinnerung. Theorie und Praxis wurden auf lebendige Weise miteinander verbunden. Der offene Austausch, die hohe Beteiligung aller Teilnehmenden sowie die bewusst eingebauten Bewegungs- und Reflexionsphasen sorgten dafür, dass intensives Lernen und Leichtigkeit sich sinnvoll ergänzten.

Wir nehmen aus diesen drei Tagen nicht nur neue Methoden und Impulse mit, sondern vor allem die Bestätigung, dass Sicherheitsorientierte Praxis eine professionelle Haltung und Arbeitsweise ist, die Kinder konsequent in den Mittelpunkt stellt und Sicherheit gemeinsam mit Familien und ihren Netzwerken entwickelt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referentinnen und Referenten, das Organisationsteam sowie alle Teilnehmenden für drei inspirierende Tage voller Fachlichkeit, Offenheit und Engagement.

Victoria Thyssens

Victoria Thyssens und andere Teilnehmer:innen, die darüber sprechen und vorstellen, was ihre professionellen Wurzeln sind, was sie in der Arbeit trägt, motiviert, Energie gibt. Genutzt wurde hierfür das Bild des Baumes, der vielfältige Früchte trägt und auf verzweigte Weise in der Erde verwurzelt ist.

Bastian Muschler & Miri Neis eröffneten die diesjährige Sommerschule mit einem Beitrag zur Arbeit mit Netzwerken. Sie haben an einem konkreten Beispiel gezeigt, was wichtige Aspekte in der Vorbereitung, Moderation und kontinuierlichen Begleitung von Netzwerken sind. Ihre Erkenntnisse dazu haben sie in einem Handout formuliert.

Unter dem Titel „Auf zu neuen Ufern“ findet die diesjährige Sommerschule vom
02.07.25–04.07.25 in Bertrange statt. Anmeldung über croix rouge formation AEF.

Zu welchen Ufern sind wir unterwegs und was ist daran „neu“, anders, motivierend?
In der SOP Sommerschule werden wir weiter an der wechselseitigen Bereicherung fachlicher Konzepte arbeiten, um den Nutzen und die Wirkung von SOP für die Kinder, Jugendlichen, Eltern und auch die Professionellen nachhaltig erlebbar zu machen.
Birgit Nauman-Schneider und ihre Kollegin Nathalie Hoffman zeigen, wie sich SOP und Traumapädagogik bereichern und ergänzen können.

Professor Hans-Ullrich Krause, Berlin, wird über eine neue von ihm entwickelte Form der Arbeit in der Krisenintervention sprechen, über konzeptionelle und fachliche Fragen und erste ermutigende Ergebnisse dieser Arbeit.

Miriam Neiss (Rauhes Haus Hamburg) und Bastian Muschler (Bezirksamt Hamburg-Mitte Fachamt Jugend- und Familienhilfe) sprechen über die Idee eines „Lenfalls“, also einem Fall an dem sie gemeinsam lernen, wie die Arbeit mit SOP vertieft werden kann. Sie sind beide Trainerinnen und kooperieren in einer deutschsprachigen Lerngruppe mit Manna van´t Slot.

Ulla Peters I Ankündigung SOP Sommerschule 2025

Ulla Peters, Luxemburg I Intro SOP Sommerschule 2025

Katrin Bier, Saarbrücken I Integrative Familienhilfe

Laure Lanners: Anwendung der sicherheitsorientierten Praxis (SOP) im Adoptionsdienst des Luxemburger Roten Kreuzes

Miriam Neiss, Hamburg I Ein Lernfall nach Signs of Safety (SoS)

Ulla Peters, Luxemburg I SOP und Krisenintervention

Nancy Schroeder-Zwank, Luxemburg I Timeline

„Man kann sehr deutlich die Entwicklungen bei den Professionellen in der Arbeit mit SOP sehen.“

Die SOP Sommerschule 2024 (2.07. bis 04.07.24) beschäftigte sich Fragen zu Netzwerken und hatte eine vertiefte Auseinandersetzung mit Schutz und Schutzkonzepten zum Thema.

Bilder aus der SOP Sommerschule 2017 (Marianne Reossler & Wolfgang Gaiswinkler (Mitte)

Sie wurde im wesentlichen durch die Beiträge der Teilnehmenden gestaltet, die Beispiele aus ihrer Arbeit zeigten. Ein Fokus lag dabei auch auf der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit. Es wurde gezeigt, wie in der interprofessionellen Kooperation eine gemeinsame Hilfeidee mit der Familie entwickelt werden kann.

Ulla Peters: Intro Sommerschule 2024

Nadia Kleman & Silke Lentz: Wie gelingt eine gemeinsame Geschichte?

Juliane Koch & Alain Kontz: Die Haltung macht’s

Lina Fank & Team Roodt: Wie ein tragfähiger Arbeitskontext entsteht

Katja Berg & Christiane Damé: Arbeit mit Netzwerken

Alain Schaeffer: Auf dem Weg zu einer Schutzkultur

Sich verbinden“ war das Thema der SOP Sommerschule 2023. Das Programm finden sie hier.

Die vier Tage SOP Sommerschule (3.07-06.07.23) wurden wie immer in weiten Teilen von den Professionellen, die mit SOP in ihren Organisationen arbeiten gestaltet (s. Programm).

Deutlich wird, wie SOP in unterschiedlichen Kontexten, wie im betreuten Wohnen (Slemo) (Conny Michaux, Joelle Kiefer), in der Individualpädagogik (Jeanne Smyczynski, ensemble), in der Integrativen Familienhilfe (Anna Kondziela, IF Trier) oder in Konfliktsituationen (Lina Fank, croix rouge) genutzt werden kann.

Am Montag hatten wir Professor Andrew Turnell zu Gast, der einen Beitrag zur Implementierung und deren Herausforderungen gemacht hat und gezeigt hat, wie wichtig es ist, die Aspekte Lernen, Anpassung der organisationalen Strukturen an die neuen Arbeitsweisen und aussagekräftige Evaluationsformate miteinander zu verbinden und strategisch zu planen.

Weitere Beiträge von Gästen aus dem internationalen Netzwerk von SOP waren Sarah Sundmann von Safe Generations (www.safegenerations.org) mit einem Beitrag zur Sicherheitsplanung und Jan Tibo, der Direktor von Sporen (www.sporen.be).

Christine Kolber (www.aitia.lu) ging darauf ein, wie sich ein traumapädagischer Ansatz mit SOP verbinden läßt und Claudine Bremer und Dirk Falkenstein gingen auf ihre Arbeit mit SOP in der Elternschoul ein.

SOP Sommerschule 2023 Programm

Anna Kondziela: Von der Immediate Story für Martin hin zu einem Word and Pictures

Christine Kolber: Traumasensitive Gesprächsführung im SLEMO – Erfahrungen aus der Praxis

Lina Fank: Kritische Reflexion einer erklärenden Geschichte für ein Kind

Andrew Turnell vortragend
Andrew Turnell

Andrew Turnell / Larry Hopwood: Solution-Focused Brief Therapy

Andrew Turnell: Doing something different for a long time …

Andrew Turnell: Organisational Implementation – Aligning the organisation to the practice

Andrew Turnell & Terry Murphy: Signs of Safety – Comprehensive Briefing Paper (4th edition)

„Seeing Families“, oder Familiy Finding wie Kevin Campell, die achtsame und verbindliche Suche nach Menschen im sozialen Umfeld von Kindern und Jugendlichen nennt, die sich für diese interessieren und langfristig etwas zu deren Wohlergehen und Sicherheit beitragen wollen, war 2022 der Fokus.

SOP Sommerschule 2022 Programm

Kinder und Jugendhilfe Oberösterreich: Hilfreiche Materialien für die Praxis

Sabine Epperlein: Die Arbeit mit Netzwerken und Sicherheitsplanung

Anja Bicheler, Daniel Hoffmann: SOP Summerschool 2022

Safegeneration: Sommerschool Handouts

Safegeneration: Sommerschool Handouts

Edith Klüttig: Implementierung SofS im Jugendamt Biberach

Sanne Van den Begin: Summary Research Family Group Conferences